Kollektivvertrag: Massive Schlechterstellung für Klin. PsychologInnen

Massive Schlechterstellung für Klin. PsychologInnen durch Kollektivvertrag für Kuranstalten und Reha-Einrichtungen

Leider ist es nicht gelungen, mit dem neuen Psychologengesetz auch eine gesetzlich verankerte Interessenvertretung für GesundheitspsychologInnen / Klinische PsychologInnen zu schaffen. Unseres Erachtens kann nur eine solche umfassend die beruflichen Interessen unserer Berufsgruppe wahren.

Dies zeigt sich nun auch nachdrücklich am Beispiel des aktuell zwischen der Gewerkschaft und dem Fachverband der Gesundheitsbetriebe abgeschlossenen und per 01.12.2013 gültig gewordenen Kollektivvertrags für Arbeiter und Angestellte in Kuranstalten und Rehabilitations-Einrichtungen, bei dem Klinische PsychologInnen im Vergleich zum BAGS-Kollektivvertrag eine massive Abstufung (z.B. Anfangsgehalt von 2.030 EUR im Vergleich zu 2.594 EUR im BAGS-KV, höchstmögliches Gehalt von 2.780 EUR [sic!] nach 36 Dienstjahren statt 4.050 EUR wie im BAGS-KV) erleben.

Von Seiten eines maßgeblichen Gewerkschaftsfunktionärs der VIDA wurde in Reaktion auf eine diesbezügliche Anfrage der Kollektivvertrag und die darin enthaltende massive Schlechterstellung der KollegInnen trotz der augenscheinlichen Faktenlage zu einem „Meilenstein in der Kollektivvertrags-Landschaft“ hochstilisiert, und die nicht erfolgte Involvierung der Berufsvertretungen der PsychologInnen während der Vorbereitung des Abschlusses dieses KV wurde lapidar als unnotwendig, weil Berufsvertretungen nicht Teil der Sozialpartnerschaft und daher kein Gesprächspartner für die Gewerkschaft seien, abgetan.

Entsprechende Schritte von Seiten des Ö.P.F. sind in Vorbereitung, wir würden uns über eine möglichst breit angelegte kollegiale Unterstützung (z.B. in Form von Protestbriefen und e-Mails sowohl an die Gewerkschaft vida als auch an den Fachverband der Gesundheitsbetriebe oder an Nationalrats-Abgeordnete, ParteienvertreterInnen etc.) sehr freuen. Den Inhalt dieses eigenartigen „Meilensteins“ sowie den aktuellen BAGS-KV finden Sie unter nachstehenden Links als PDF-File zum Download:

http://www.psychologenforum.at/pdf/2013/KVKur_Rehabetriebe.pdf

http://www.psychologenforum.at/pdf/2013/BAGS_KV_2013.pdf

via Psychologenforum: Aktuelle Infos.

Psychologengesetz 2012 / Diskussions-Board

Wie bereits mehrfach berichtet, stehen die Eckpunkte des neuen Psychologengesetzes seit längerem fest, und in diesem Jahr soll es nun tatsächlich an die Umsetzung gehen.

Mittlerweile ist der Gesetzestext fertiggestellt. Derzeit wird noch an den Erläuterungen für die Regierungsvorlage gearbeitet, und es müssen – wie bei allen Gesetzen, die in Begutachtung gehen – Kostenberechnungen stattfinden. Es ist geplant, dass das Psychologengesetz 2012 im ersten Quartal des Jahres 2012 in die Begutachtung geht.

Sobald sich das neue Gesetz in der Begutachtungsphase befindet und der Textentwurf auf der Homepage des Parlaments verfügbar ist, werden wir Sie umgehend informieren.

Zur umfassenden Diskussion der Neufassung 2012 des Psychologengesetzes haben wir mittlerweile ein eigenes Diskussions-Board eingerichtet, das ab sofort unter nachstehendem Link für alle interessierten DiskutantInnen offensteht: Diskussionsboard Psychologengesetz 2012. Das Board wird von Elisabeth Honemann und Gerald Kollmann moderiert, wir hoffen auf rege Beteiligung und niveauvolle Beiträge.

via PsychologInnen-Forum.

Mitgliedschaft

Mitglied des Österreichischen Psychologenforums können Sie werden, wenn Sie in die Liste der Klinischen PsychologInnen und/oder GesundheitspsychologInnen eingetragen sind (ordentliche Mitgliedschaft) bzw. nachweislich mit der Ausbildung Gesundheitspsychologie/Klinische Psychologie begonnen haben (außerordentliche Mitgliedschaft).

Anmeldung als Mitglied:

Die für uns einfachste Variante ist es, wenn Sie die Möglichkeit nutzen, sich online anzumelden, indem Sie den nachstehenden Link zur Online-Anmeldung anklicken, das Formular online aus­füllen und absenden. Sollten Sie die außerordentliche Mitgliedschaft beantragen, müssten Sie aller­dings auch noch den Nachweis, dass Sie in Ausbildung stehen, einscannen und mit dem Online-Antrag mitsenden bzw. per e-Mail, Post oder Fax nach­liefern.

Zur Online-Anmeldung

Psychologenforum: Beitrittsaktion 2010

Mitglied des Österreichischen Psychologenforums können Sie werden, wenn Sie in die Liste der Klinischen PsychologInnen und/oder GesundheitspsychologInnen eingetragen sind (ordentliche Mitgliedschaft) bzw. nachweislich mit der Ausbildung Gesundheitspsychologie/Klinische Psychologie begonnen haben (außerordentliche Mitgliedschaft).

Anmeldung als Mitglied:

Die für uns einfachste Variante ist es, wenn Sie die Möglichkeit nutzen, sich online anzumelden, indem Sie den nachstehenden Link zur Online-Anmeldung anklicken, das Formular online aus­füllen und absenden. Sollten Sie die außerordentliche Mitgliedschaft beantragen, müssten Sie aller­dings auch noch den Nachweis, dass Sie in Ausbildung stehen, einscannen und mit dem Online-Antrag mitsenden bzw. per e-Mail, Post oder Fax nach­liefern.

Beitritts-Aktion:

Sollten Sie sich jetzt zu einem Beitritt zum Ö.P.F. entschließen, brauchen Sie für das Jahr 2010 keinen MItgliedsbeitrag mehr zu zahlen. Außerdem erhalten Sie sozusagen als Will­kommens-Geschenk eine Ermäßigung von 50% auf den Seminarbeitrag für eine Fortbildungs­veranstaltung des Ö.P.F. nach Ihrer Wahl. 

Melden Sie sich dazu nach erfolgter Anmeldung und Bestätigung Ihrer Mitgliedschaft am besten online zu einer Fortbildungsveranstaltung an und vermerken Sie im Feld „Mitteilung“, dass Sie Ihren Beitrittsbonus bei dieser Veranstaltung einlösen möchten.

Zur Online-Anmeldung

Ö.P.F.-Standpunkt zu Diskussion um psycholog. Behandlung

Gesundheits- und klinisch-psychologische Leistungen als Sachleistung der Sozialversicherung

Die teilweise aufgeregt und unsachlich verlaufenen Diskussionen der letzten Wochen zum Thema der psychologische Behandlungskompetenz („Burnout-Diskussion“, „psychologische Behandlung auf Krankenschein“) haben wir mit Interesse, aber auch mit Besorgnis verfolgt und sind nicht umhin gekommen, dem Gesundheitsminister und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger unsere Fach­meinung zu dieser Thematik zu übermitteln. Im Nachstehenden finden Sie die wesentlichsten Argumentationspunkte unseres Schreibens.

Als unabhängige berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Klinischen Psycho­logInnen ist uns natürlich die Aufnahme zusätzlicher psychologischen Leistungen in den Leistungskatalog der Pflichtversicherung ein sehr wichtiges Anliegen. Allerdings greift die mediale Darstellung in den letzten Wochen zu kurz und wird einer differenzierten Darstellung der Problematik nicht gerecht.

Die klinisch-psychologische Diagnostik ist ja bereits eine Sachleistung der Sozial­versicherung und hat sich als wertvolle gesundheitsbezogene Maßnahme erwiesen, vor allem auch als Möglichkeit, festzustellen, ob und inwieweit bei den uns zugewiesenen PatientInnen psychische Störungen vorliegen und welche situativen Änderungen, Änderungen der Lebensführung und weiterführenden Behandlungsmaßnahmen aus psychologischer Sicht zu empfehlen sind.

Dies sind unter anderem explizit klinisch-psychologische Interventionen — wie gesundheits­psychologische Beratungen und klinisch-psychologische Behandlungen — die unserer Berufs­gruppe vorbehalten sind. Organisations- und arbeitspsychologische Beratungen und Interventionen werden auch von PsychologInnen anderer Fachrichtungen durchgeführt, und im psychotherapeutischen Bereich sind neben PsychologInnen natürlich auch noch andere Berufsgruppen als PsychotherapeutInnen tätig.

Einerseits können nicht alle gesundheitsbezogenen Maßnahmen Pflichtleistungen der Sozialversicherung sein, andererseits gibt es im Vorfeld und im Bereich psychischer Störungen eindeutig Versorgungslücken, vor allem aber auch in der psychologischen Betreuung von chronischen Kranken an der Schnittstelle von stationärem und ambulantem Bereich.

Daraus ergibt sich aus der Sicht unserer Berufsgruppe die Notwendigkeit einer umfassenden sachlichen Diskussion, welche alle involvierten Berufsgruppen einbezieht und ohne parteipolitisches Kalkül dazu beitragen sollte, dass einerseits Parallelstrukturen vermieden und andererseits explizite Versorgungslücken geschlossen werden können.

Ein Anliegen von uns ist auch die Präzisierung der Tätigkeiten und Leistungen von Gesundheits- und Klinischen PsychologInnen, unter anderem auch, um für Leistungsträger, KlientInnen und PatientInnen mehr Transparenz zu bieten. Wir erhoffen uns eine solche Präzisierung durch die geplante Novelle des Psychologengesetzes.

Abschließend wollen wir nochmals den Wunsch nach einer gesetzlich verankerten politisch unabhängigen Berufsvertretung der im Gesundheitswesen tätigen PsychologInnen depo­nieren, die als kompetenter und verlässlicher Gesprächs- und Verhandlungspartner wahrgenommen wird. Die aktuelle Diskussion zeigt unter anderem auch, dass die derzeitige Lösung — verschiedene Vereine sehen sich als Interessenvertretung, und wesentliche Auf­gaben einer Berufsvertretung werden vom Gesundheitsministerium übernommen — den zukünftigen Anforderungen nicht gerecht werden kann.

Eine weiterführende sachliche Diskussion der Thematik bietet sich an und wäre in unserem bis dato leider viel zu wenig genutzten Informations- und Diskussionsforum gut aufgehoben und abwickelbar. Klicken Sie einfach auf den nachstehenden Link, wenn Sie etwas zur Diskussion beitragen wollen…

http://info.psychologenforum.at/index.php?topic=97.0

via Psychologenforum: Aktuelle Infos.

Info-Folder des Ö.P.F.

Nachdem wir uns entschlossen haben, im laufenden Jahr verstärkt KollegInnen anzusprechen und für eine Mitgliedschaft im Ö.P.F. zu interessieren, stehen uns nun auch Info-Folder zur Verfügung, die Stefan Sternbacher sehr kreativ gestaltet und umgesetzt hat. Sie können die Folder als PDF-File unter nachstehendem Link von unserer Website herunterladen:

Ö.P.F.-Folder

Ö.P.F.-Folder (2)

Sollten Sie mehrere gedruckte Exemplare für „Werbezwecke“ benötigen, schicken Sie uns einfach eine e-Mail an office@psychologenforum.at und teilen Sie uns mit, wie viele Exemplare Sie benötigen und an welche Adresse wir Ihnen die Folder übermitteln sollen…

Gesetzesentwurf zum KV-ÄG: Stellungnahme des Ö.P.F.

Am 14.05.2008 wurden zwei Gesetzesentwürfe in die Begutachtung geschickt, die als erste Stufe der Gesundheitsreform doch einige wesentliche Änderungen im Österreichischen Gesundheitswesen einleiten sollen, und zwar die Entwürfe zum Krankenversicherungs­änderungs­gesetz sowie zum SV-Holding-Gesetz. Die Begutachtungsfrist dazu ist nun am 27.05.2008 abgelaufen.

Auch unsere Berufsgruppe wird von Veränderungen im Rahmen der Gesundheitsreform betroffen sein, in der ersten Stufe zunächst konkret nur die VertragspsychologInnen für klinisch-psycho­logische Diagnostik. Im vorliegenden Entwurf des sind einige Änderungen im Vertragsrecht vorgesehen. Die meisten Änderungen im Vertragspartnerrecht betreffen v.a. die Ärzte – so ist nicht geplant die Re-Zertifizierung von Kassenverträgen auch für andere Vertragspartner einzuführen. Andere Regelungen treffen auf die VertragspsychologInnen bereits zu, so die Möglichkeit, bei einem vertragslosen Zustand — wenn keine Einigung mit der Berufsvertretung möglich ist — Einzelverträge zu vergeben.

Da zwei der geplanten Änderungen auch die Gruppe der VertragspsychologInnen treffen würden, haben wir als Interessenvertretung der GesundheitspsychologInnen und Klinischen PsychologInnen eine Stellungnahme abgegeben, die Sie hier finden. Es geht dabei einerseits um die Verpflich­tung, unmittelbar nach Inanspruchnahme einer Leistung dem Patienten eine Quittung auszustellen, sowie um die Änderung der Vertragshoheit — d.h. Gesamtverträge sollen nicht mehr mit dem Hauptverband verhandelt werden, sondern mit den einzelnen Trägern der Krankenversicherung. Beides ist für unsere kleine Berufsgruppe unzumutbar, und wir hoffen, dass unsere Einwände berücksichtigt werden.

Die Gesetzesentwürfe und abgegebenen Stellungnahmen dazu finden Sie unter nachstehenden Links: