Gesundheitsministerium veröffentlicht überarbeitete Gutachter-Richtlinie

Vom Bundesministerium für Gesundheit wurden wir darüber in Kenntnis gesetzt, dass die gründlich überarbeitete und neu gefasste „Richtlinie für die Erstellung von klinisch-psychologischen und gesundheitspsychologischen Befunden und Gutachten des Bundesministeriums für Gesundheit“ nach entsprechenden sachverständigen Beratungen und Beschlussfassung im Rahmen des Psychologen­beirates nunmehr veröffentlicht und somit in Kraft gesetzt worden ist.

Diese Richtlinie ist als verbindlicher Maßstab für den Output von klinisch-psychologischem und gesundheitspsychologischem Handeln zu betrachten und bildet gemeinsam mit einer Reihe von weiteren Normen (Ethik-Richtlinie, Fortbildungsrichtlinie, Berufsgesetz, Standesregeln für Sachver­ständige, Rechtsnormen in den jeweiligen Tätigkeitsbereichen etc.) die Grundlage und Rahmen­voraussetzung für die Ausübung des psychologischen Berufs.

Wir haben die Gutachter-Richtlinie 2012 >hier< zum Download als PDF-File bereitgestellt.

via Psychologenforum: Aktuelle Infos.

 

Burnout-Fortbildungsreihe

Die schon lange angekündigte Fortbildungsreihe zum Thema „Burnout“ mit dem Referenten Dr. El­mar Dobernig konnte nunmehr festgelegt werden, die Termine stehen fest und können bereits gebucht werden. Die näheren Details bzw. die Veranstaltungsfolder folgen in den nächsten Tagen.

Zum Inhalt der Reihe:

Kaum ein Thema der Psychologie wird derzeit so häufig und so kontroversiell diskutiert und gleichzeitig so häufig verwendet wie das Thema „Burnout“. Im Spannungsbogen vom Schlagwort für alles, was in irgend einer Form mit Stress zu tun hat, bis hin zu massiven psychischen Erkrankun­gen kann die Psychologie viel zu einem effizienten und zielgerichteten Umgang mit der Proble­matik beitragen.

In dieser Veranstaltungsreihe sollen KollegInnen optimal auf die Arbeit zum Thema burn-out vorbe­reitet werden. Dazu werden folgende Module angeboten:

Modul 1: Einführungsabend (5 UE)
Modul 2: Auseinandersetzung mit persönlichem Stress und eigenem Stand bei der Burnout- Entwicklung der TeilnehmerInnen (10 UE)
Modul 3: Verlauf, Diagnostik und Schwierigkeiten bei der Bewältigung (10 UE)
Modul 4: Bewältigung der Burnout-Entwicklung (10 UE)
Modul 5: Stress, Burnout und psychische Erkrankungen (10 UE)

Somit deckt die Fortbildungsreihe ausgehend von eigener Auseinandersetzung die Entstehung und Diagnostik ab wie auch die Probleme, die kurzfristige Änderungen häufig unmöglich machen. Durch die Berücksichtigung dieser Faktoren ist eine angepasste Veränderung möglich und damit die Aussicht auf das Erzielen langfristiger Änderungsprozesse im Rahmen der Behandlung deutlich erhöht. Weiters wird auch noch auf sonstige (begleitende) psychische Erkrankungen und deren Einfluss auf die Behandlung eingegangen.

Der Aufbau der Fortbildungs­reihe legt die Teilnahme an allen Modulen nahe, um eine optimale Kontinuität der Wissensvermitt­lung gewährleisten zu können. Der Abschluss aller 5 Module wird auch mit einem Abschluss­zertifikat gewürdigt.

Für die Module 2 bis 5 fällt ein jeweiliger Kostenbeitrag in der Höhe von 110 € für Mitglieder des Ö.P.F. und von 150 € für Nichtmitglieder an, Modul 1 schlägt mit 55 € für Mitglieder bzw. 75 € für Nichtmitglie­der zu Buche. Die Seminare werden in Kärnten veranstaltet, der Einführungsabend findet im Panoramahotel Wörthersee und die Tagesseminare im Kloster Wernberg bei Villach statt.

Für schnell entschlossene (Buchung aller 5 Module bis zum 31.05.2011) können wir als beson­deres „Zuckerl“ eine Kostenreduktion für eine weitere Fortbildungsveranstaltung des Ö.P.F. nach freier Wahl in der Höhe von 30% anbieten.

Anmelden können Sie sich am besten online auf der Website des Ö.P.F. unter nachstehendem Link:

Burnout-Fortbildungsreihe

Ö.P.F.-Standpunkt zu Diskussion um psycholog. Behandlung

Gesundheits- und klinisch-psychologische Leistungen als Sachleistung der Sozialversicherung

Die teilweise aufgeregt und unsachlich verlaufenen Diskussionen der letzten Wochen zum Thema der psychologische Behandlungskompetenz („Burnout-Diskussion“, „psychologische Behandlung auf Krankenschein“) haben wir mit Interesse, aber auch mit Besorgnis verfolgt und sind nicht umhin gekommen, dem Gesundheitsminister und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger unsere Fach­meinung zu dieser Thematik zu übermitteln. Im Nachstehenden finden Sie die wesentlichsten Argumentationspunkte unseres Schreibens.

Als unabhängige berufliche Interessenvertretung der Gesundheits- und Klinischen Psycho­logInnen ist uns natürlich die Aufnahme zusätzlicher psychologischen Leistungen in den Leistungskatalog der Pflichtversicherung ein sehr wichtiges Anliegen. Allerdings greift die mediale Darstellung in den letzten Wochen zu kurz und wird einer differenzierten Darstellung der Problematik nicht gerecht.

Die klinisch-psychologische Diagnostik ist ja bereits eine Sachleistung der Sozial­versicherung und hat sich als wertvolle gesundheitsbezogene Maßnahme erwiesen, vor allem auch als Möglichkeit, festzustellen, ob und inwieweit bei den uns zugewiesenen PatientInnen psychische Störungen vorliegen und welche situativen Änderungen, Änderungen der Lebensführung und weiterführenden Behandlungsmaßnahmen aus psychologischer Sicht zu empfehlen sind.

Dies sind unter anderem explizit klinisch-psychologische Interventionen — wie gesundheits­psychologische Beratungen und klinisch-psychologische Behandlungen — die unserer Berufs­gruppe vorbehalten sind. Organisations- und arbeitspsychologische Beratungen und Interventionen werden auch von PsychologInnen anderer Fachrichtungen durchgeführt, und im psychotherapeutischen Bereich sind neben PsychologInnen natürlich auch noch andere Berufsgruppen als PsychotherapeutInnen tätig.

Einerseits können nicht alle gesundheitsbezogenen Maßnahmen Pflichtleistungen der Sozialversicherung sein, andererseits gibt es im Vorfeld und im Bereich psychischer Störungen eindeutig Versorgungslücken, vor allem aber auch in der psychologischen Betreuung von chronischen Kranken an der Schnittstelle von stationärem und ambulantem Bereich.

Daraus ergibt sich aus der Sicht unserer Berufsgruppe die Notwendigkeit einer umfassenden sachlichen Diskussion, welche alle involvierten Berufsgruppen einbezieht und ohne parteipolitisches Kalkül dazu beitragen sollte, dass einerseits Parallelstrukturen vermieden und andererseits explizite Versorgungslücken geschlossen werden können.

Ein Anliegen von uns ist auch die Präzisierung der Tätigkeiten und Leistungen von Gesundheits- und Klinischen PsychologInnen, unter anderem auch, um für Leistungsträger, KlientInnen und PatientInnen mehr Transparenz zu bieten. Wir erhoffen uns eine solche Präzisierung durch die geplante Novelle des Psychologengesetzes.

Abschließend wollen wir nochmals den Wunsch nach einer gesetzlich verankerten politisch unabhängigen Berufsvertretung der im Gesundheitswesen tätigen PsychologInnen depo­nieren, die als kompetenter und verlässlicher Gesprächs- und Verhandlungspartner wahrgenommen wird. Die aktuelle Diskussion zeigt unter anderem auch, dass die derzeitige Lösung — verschiedene Vereine sehen sich als Interessenvertretung, und wesentliche Auf­gaben einer Berufsvertretung werden vom Gesundheitsministerium übernommen — den zukünftigen Anforderungen nicht gerecht werden kann.

Eine weiterführende sachliche Diskussion der Thematik bietet sich an und wäre in unserem bis dato leider viel zu wenig genutzten Informations- und Diskussionsforum gut aufgehoben und abwickelbar. Klicken Sie einfach auf den nachstehenden Link, wenn Sie etwas zur Diskussion beitragen wollen…

http://info.psychologenforum.at/index.php?topic=97.0

via Psychologenforum: Aktuelle Infos.

Fachtagung des Klinisch-Psychologischen Fachgremiums AKH Wien und MUW am 09.02.2009

Am 09.02.2009 findet von 09:00 bis 15:00 Uhr die 2. Fachtagung des Klinisch-Psychologischen Fachgremiums AKH Wien und MUW statt und steht unter folgendem Thema:

„Yes, we can“ –
Klinische Psychologie in Patientenversorgung, Forschung und Lehre

Die VeranstalterInnen laden herzlich zur Teilnahme ein hoffen auf eine rege Teilnahme und einen interessanten, fachlichen Austausch.

Detaillierte Angaben zum Programm entnehmen Sie bitte dem Tagungsfolder, den Sie unter dem nachstehenden Link als PDF-File (96 kB) downloaden können:

 

Gesetzesentwurf zum KV-ÄG: Stellungnahme des Ö.P.F.

Am 14.05.2008 wurden zwei Gesetzesentwürfe in die Begutachtung geschickt, die als erste Stufe der Gesundheitsreform doch einige wesentliche Änderungen im Österreichischen Gesundheitswesen einleiten sollen, und zwar die Entwürfe zum Krankenversicherungs­änderungs­gesetz sowie zum SV-Holding-Gesetz. Die Begutachtungsfrist dazu ist nun am 27.05.2008 abgelaufen.

Auch unsere Berufsgruppe wird von Veränderungen im Rahmen der Gesundheitsreform betroffen sein, in der ersten Stufe zunächst konkret nur die VertragspsychologInnen für klinisch-psycho­logische Diagnostik. Im vorliegenden Entwurf des sind einige Änderungen im Vertragsrecht vorgesehen. Die meisten Änderungen im Vertragspartnerrecht betreffen v.a. die Ärzte – so ist nicht geplant die Re-Zertifizierung von Kassenverträgen auch für andere Vertragspartner einzuführen. Andere Regelungen treffen auf die VertragspsychologInnen bereits zu, so die Möglichkeit, bei einem vertragslosen Zustand — wenn keine Einigung mit der Berufsvertretung möglich ist — Einzelverträge zu vergeben.

Da zwei der geplanten Änderungen auch die Gruppe der VertragspsychologInnen treffen würden, haben wir als Interessenvertretung der GesundheitspsychologInnen und Klinischen PsychologInnen eine Stellungnahme abgegeben, die Sie hier finden. Es geht dabei einerseits um die Verpflich­tung, unmittelbar nach Inanspruchnahme einer Leistung dem Patienten eine Quittung auszustellen, sowie um die Änderung der Vertragshoheit — d.h. Gesamtverträge sollen nicht mehr mit dem Hauptverband verhandelt werden, sondern mit den einzelnen Trägern der Krankenversicherung. Beides ist für unsere kleine Berufsgruppe unzumutbar, und wir hoffen, dass unsere Einwände berücksichtigt werden.

Die Gesetzesentwürfe und abgegebenen Stellungnahmen dazu finden Sie unter nachstehenden Links: